Überlebensfähigkeit, Verwundbarkeit und Wirkung

Der Schutz von Leib und Leben und die Unversehrtheit von Soldaten im Einsatz ist das höchste Gut, das es zu schützen gilt. Das Zusammenwirken von Schutz und Wirkung spielt hierbei eine zentrale Rolle. Für den Schutz bzw. die Überlebensfähigkeit ist maßgeblich, ob eine mögliche Bedrohung vermieden oder ihr widerstanden werden kann.

Für die quantitative Bewertung dieser Überlebensfähigkeit untersuchen wir die gesamte gegnerische Wirkkette und die Fähigkeiten der eigenen Plattformen. Von der Entdeckung bis zu den möglichen Auswirkungen eines Treffers führen wir Modellbildung und Simulation aus den verschiedensten Disziplinen zusammen, um ein ganzheitliches Bild zu erhalten.
Unsere Expertisen:

  • Bewertung der Anfälligkeit
    • Signaturen (Visuell, Infrarot, Radar)
    • Sensor-Leistungen
    • Feuerleitung
    • Außenballistik
    • Führung und Steuerung von Flugkörpern
    • Elektronischer Kampf und Gegenmaßnahmen
  • Bewertung der Verwundbarkeit

Analysen Verwundbarkeit

Analysen Verwundbarkeit - Waffenwirkung

Mit dem Universellen Verwundbarkeitsmodell UniVeMo bieten wir ein breites Spektrum von Analysemöglichkeiten hinsichtlich der Verwundbarkeit/ Überlebensfähigkeit von Zielen bzw. der Waffen-/ Munitionswirkung. Wir bilden  das komplette konventionelle Waffenspektrum ab,  von kleinkalibrigen Infanteriewaffen bis hin zu schweren Seeziel- und Marschflugkörpern sowie das infrage kommende Zielspektrum mit Repräsentanten. Diese reichen  von Bunkern über Fahrzeuge, Infrastruktur, Flugziele bis hin zu ballistischen Flugkörpern. Unsere detaillierten Analysen basieren auf akkreditierten Methoden in UniVeMo im Hinblick auf:

  • Penetrationsverhalten
  • Druckausbreitung
  • Druckwirkung
  • Komponentenschädigung/ Strukturversagen
  • Fehler-/ Funktionsbäume
  • Reparaturzeiten

Die Anwendungen umfassen einzelne Waffen bzw. Munitionen gegen Einzelziele bis hin zur Untersuchung der effektbasierten Wirkung mehrerer Waffen in komplexen, z.B. urbanen Szenaren unter Einbeziehung von Kollateralschäden. Das Zünder-/ Suchkopfverhalten sowie Fehlerhaushalte und Streuungen können dabei berücksichtigt werden. Typische Ergebnisse sind:

  • Einzelschusszerstörwahrscheinlichkeit (SSKP)
  • Feuerstoßwirkung (MSKP)
  • Waffenaufwand
  • Letalfläche
  • Ausfallzeiten
  • Gefährdungsbereiche

Unsere Expertisen:

  • Waffenwirkung
    • Leistungsdaten
    • Penetrationsverhalten
    • Druckausbreitung, -wirkung
    • Fehlerhaushalt
  • Zielverwundbarkeit
    • Verwundbarkeitsmodell
    • Fundierte Kenntnis der Ziele
    • Fehler- und Kritikalitätsanalysen
    • Struktur- und Komponentenversagen
    • Nationaler Standard
    • Internationale Vergleichbarkeit

Generierung von Zielverwundbarkeitsmodellen

Generierung von Zielverwundbarkeitsmodellen

Für die Durchführung von realistischen Verwundbarkeits-/ Waffenwirksamkeits-Analysen ist ein Verwundbarkeitsmodell des entsprechenden Zieles unabdingbare Voraussetzung. Ein Verwundbarkeitsmodell  besteht aus Geometriemodell, physikalischer Beschreibung, Funktionsmodell und Ausfallfunktionen zur möglichst realitätsnahen Beschreibung des Zieles. Das mit Hilfe von CAD-Tools erstellte Geometriemodell ist eine detaillierte dreidimensionale Abbildung des Zieles hinsichtlich seiner Abmessungen, Strukturen, Wandstärken und Anordnung der Komponenten und Baugruppen. Die physikalische Beschreibung gibt die verwendeten Materialien und die Füllgrade der Komponenten wieder. Das Funktionsmodell umfasst die Zuordnung der Komponenten zu Ausfallkriterien wie Mobilität, Feuerkaft und Kommunikation sowie deren Kritikalität in Form eines Funktions-/ Fehlerbaums. Die Wahrscheinlichkeit der Beschädigung oder des Ausfalls von Komponenten durch penetrierende Teile oder Druckwirkung wird in Ausfallfunktionen beschrieben.

Unsere Expertise:

  • CAD-Modellierung
    • Verwendung neuster CAD-Software
    • Bedienung der Standard -Schnittstellen
    • Integration 3D Laser Scan Daten
    • Visualisierung/ Animation
  • Zielverwundbarkeit
    • Fundierte Kenntnis der Ziele
    • Nationaler Standard
    • Internationale Vergleichbarkeit

Freisetzung und Ausbreitung von Gefahrstoffen

Freisetzung und Ausbreitung von Gefahrstoffen (CBRN)

Die bewusst und gezielt herbeigeführte Freisetzung von militärischen Kampfstoffen ist ein typisches Thema (ABC-Abwehr, CBRN Defence), das seit einiger Zeit durch mittelbare Freisetzungen durch Waffenwirkung, z.B. toxische Chemikalien aus Industrieanlagen, erweitert wird. Die Besonderheit der Wirkung von militärischen oder improvisierten ABC-Wirkmitteln und toxischen Industriechemikalien ist die sich räumlich und zeitlich entwickelnde Bedrohung. Diese unterscheidet sich signifikant von der unmittelbaren Waffenwirkung. Für eine Analyse und Bewertung werden Instrumente der luftgetragenen atmosphärischen Ausbreitung benötigt, die die Ausbreitung abhängig vom Szenar großräumig (große Mengen, Gefechtsfeld) oder kleinräumig (kleine Mengen, urbane Szenare) berechnen. Eine Besonderheit stellt die Ausbreitung in Innenräumen dar. Für eine komplette Analyse der Bedrohung durch ABC-Gefahren oder der möglichen Kollateralschäden durch Waffenwirkung auf Industrieanlagen sind folgende Aspekte unbedingt zu berücksichtigen:

  • Erfassung, Charakterisierung und Kategorisierung der Gefahren (Bedrohungsanalyse)
  • Szenarbildung
  • Ausbreitungsrechnungen
  • Wirkungsanalysen
  • Bewertung anhand der Einzelfähigkeiten der ABC-Abwehr 
  • Ableitung von Maßnahmen

Wir führen bereits seit über 10 Jahren zahlreiche Studien für die Bundeswehr (Heer, Marine, Streitkräftebasis, ABC-Abwehrschule, Wehrwissenschaftliches Institut in Munster) zu diesem Thema durch. Eine aktuelle Studie behandelt die Bedrohung von Einsatzkontingenten, Einsatzliegenschaften und Liegenschaften im Inland durch CBRN-IED. Ähnliche Studien hat die IABG auch für zivile Auftraggeber in nationalen und internationalen Konsortien durchgeführt, z.B. Bio-Bedrohungsszenare für die EU, CBR-Risikoanalyse für einen internationalen Großflughafen.

Unsere Expertisen:

  • Risiko- und Bedrohungsanalysen, militärische und improvisierte ABC-Wirkmittel
  • Analyse und Bewertung der Auswirkungen von ABC-Wirkmitteln
  • Bewertung von technischen, organisatorischen und personellen Maßnahmen der ABC-Abwehr
  • Waffenbedingte (mittelbare) Freisetzung von ABC-Wirkmitteln
  • Bewertung von Kollateralschäden
  • Ausbreitungsrechnungen

 

 

Universelles Verwundbarkeitsmodell

Universelles Verwundbarkeitsmodell (UniVeMo)

Seit mehr als 10 Jahren entwickeln und pflegen wir im Auftrag des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) das Universelle Verwundbarkeitsmodell (UniVeMo) als nationalen Standard hinsichtlich Verwundbarkeit und Waffenwirkung. UniVeMo ermöglicht die Analyse des kompletten konventionellen Waffenspektrums der Bundeswehr gegen das infrage kommende Zielspektrum, wobei deren Vertreter jeweils in einer Munitions- und einer Zieldatenbank hinterlegt sind. Kernfähigkeiten von UniVeMo sind die Untersuchung von:

  • Penetrationsverhalten
  • Druckausbreitung
  • Druckwirkung
  • Komponentenschädigung/ Strukturversagen
  • Fehler-/ Funktionsbäumen
  • Reparaturzeiten

als Basis zur Ermittlung der Zerstörwahrscheinlichkeit eines Zieles bzw. dessen Überlebenswahrscheinlichkeit.

Unsere Expertisen:

  • Waffenwirkung
    • Leistungsdaten
    • Penetrationsverhalten
    • Druckausbreitung, -wirkung
    • Fehlerhaushalt
  • Zielverwundbarkeit
    • Verwundbarkeitsmodell
    • Fundierte Kenntnis der Ziele
    • Fehler- und Kritikalitätsanalysen
    • Struktur- und Komponentenversagen
    • Nationaler Standard
    • Internationale Vergleichbarkeit