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Airbus A340-600 im Dauerstress

Unter Federführung der IABG wurden seit den sechziger Jahren Flugzeuge vom Tornado bis zum Airbus geprüft, darunter die Airbus-Typen 300, 310, 320, 330 und 340.

Derzeit wird der Airbus A340-600 bei der IABG Dresden umfangreichen Materialbelastungstests unterzogen. Ziel dieser Langzeittests ist es, eine ausreichende Lebensdauer der Flugzeugzelle experimentell nachzuweisen und eventuell noch vorhandene Schwachstellen aufzuzeigen. Dabei wird wie in einem Zeitraffer innerhalb von 18 Monaten ein ganzes Flugzeugleben von 25 bis 30 Jahren simuliert.

Wie Herr Woithe von der IABG Dresden betonte, sind solche dynamischen Langzeittests nach wie vor unverzichtbar, da auch moderne Computermodelle, wie z.B. die Finite-Elemente-Methode, die in der Realität auftretenden Effekte nicht hinreichend genau abbilden können.

Der aktuelle Test wird von der IABG bei der IMA Materialforschung und Anwendungstechnik GmbH in Dresden durchgeführt. Für den dynamischen Test der Materialermüdung fällt der Hydraulik eine besondere Rolle bei der Belastungssimulation zu. Dabei werden Hydraulik-Zylinder von Hänchen eingesetzt.

Über ein Rohrleitungssystem werden die Zylinder mit einem Durchsatz von 4.400 Litern Drucköl pro Minute versorgt. Die Hydraulikzylinder werden durch Proportionalventile angesteuert. Im Einsatz sind überwiegend Prüfmaschinen-Zylinder mit schwimmender Ringspaltdichtung, ein Hänchen-Patent, da diese unabhängig vom Druck ihre Reibungswerte beibehalten. Auch Zylinder mit hydrostatisch gelagerter Kolbenstangenführung werden genutzt. Diese zeichnen sich durch eine geringe Reibung und eine hohe Positionier- und Wiederholgenaugkeit aus, sind stick-slip-frei und eignen sich für sehr langsame und schnelle Bewegungen.

07.05.2002