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IABG macht Satelliten der GRACE-FO Mission fit fürs All

Die IABG führt im Auftrag von Airbus Defence and Space an ihrem Standort Ottobrunn Tests zur Umweltqualifikation an den beiden Satelliten der Mission GRACE-FO (Gravity Recovery and Climate Experiment-Follow-On) durch.

 

Im Raumfahrtzentrum der IABG durchlaufen die Satelliten derzeit ein umfangreiches Testprogramm. Die Versuchskampagne umfasst Thermalvakuumtests, den Nachweis  der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) sowie mechanische Tests. Erfolgreich beendet hat die IABG bereits die Thermalvakuumversuche, die EMV-Tests sowie Akustik- und Vibrationstests.

 

Die thermischen Versuche hat die IABG in einer ihrer hochmodernen Thermalvakuumkammern durchgeführt. Diese Testeinrichtung erfüllt besonders hohe Anforderungen an die dort herrschende Reinheit (ISO Klasse 8). Zudem besteht dort die Möglichkeit, Prüflinge mit Hilfe von stickstoffgekühlten Thermalwänden auf eine Temperatur von ca. -180°C abzukühlen.

 

Im Akustiklabor der IABG wurden die Satelliten einer Schallbelastung von knapp 140 dB ausgesetzt. Dies entspricht der realen akustischen Einwirkung auf die Satelliten während der Startphase.

 

Im Zuge der weiteren Versuchskampagne stehen Schocktests sowie die Bestimmung der Masseeigenschaften der Satelliten auf dem Programm.

 

Je nach Versuchsabschnitt werden die beiden baugleichen Satelliten entweder gemeinsam oder einzeln getestet. So wurden die Thermalvakuumversuche separat an den Satelliten vorgenommen, während bei den Akustiktests beide Prüflinge gleichzeitig untersucht wurden.

 

GRACE-FO ist ein Folgeprojekt der ersten GRACE-Mission aus dem Jahre 2002. Bereits damals hat die IABG die Satelliten dieser Mission qualifiziert. Diese versehen bis heute erfolgreich ihren Dienst im All.

 

Ziel der GRACE-FO Mission ist es, präzise globale und hochauflösende Modelle des Erdschwerefeldes zu bestimmen. Hierfür werden ständig hochgenaue Messungen des Abstandes zwischen den beiden Satelliten im Orbit vorgenommen. Das Projekt steht unter der Leitung der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA. Bedeutende deutsche Beiträge zur Mission leistet das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam.

11.07.2017