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V.l.n.r.: Stuchtey (GF BIGS), Zoller, Platzeck, Schwarz, Fritsche (Bildnachweis: Katja-Julia Fischer)

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IABG Mitbegründer des neuen Brandenburgischen Instituts für Gesellschaft und Sicherheit

Am 1. Juli fand in Anwesenheit des brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck die feierliche Eröffnung des Brandenburgischen Instituts für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) in Potsdam statt. Zu den Aufgaben des Instituts gehören die Erforschung von wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Themen der zivilen Sicherheit sowie die Vermittlung der Forschungsergebnisse an eine interessierte Öffentlichkeit u.a. im Rahmen von Informationsveranstaltungen. Dabei sollen innovative Strategien zum Umgang mit Bedrohungen, mit denen freiheitlich-demokratische Gesellschaften zunehmend konfrontiert werden, auf wissenschaftlicher Basis entwickelt werden.

Das gemeinnützige Institut verfolgt einen multi- und interdisziplinären Ansatz im gezielten Dialog mit Politik, Behörden, Unternehmen, Wissenschaft und Medien. BIGS tritt an mit dem Ziel, „Sicherheit“ zu analysieren und dazu beizutragen, dass notwendige Erkenntnisvorsprünge entwickelt sowie die gesamtstaatliche Sicherheitsarchitektur und damit letztlich Freiheit und Sicherheit Deutschlands nachhaltig gestärkt werden.

Das BIGS ist entstanden unter Beteiligung der Universität Potsdam und ihrer Transfer GmbH sowie der Unternehmen EADS, IABG und Rolls-Royce Deutschland. Gefördert wird das unabhängige und überparteiliche Institut vom Land Brandenburg.

Die Präsidentin der Universität Potsdam, Frau Prof. Dr. Dr. Sabine Kunst hob hervor, dass für eine allgemeine Akzeptanz des BIGS eine hohe Transparenz der Forschungsarbeiten unerlässlich sei. Die Motivation und Unterstützung der Landesregierung wurde in der Rede des Ministerpräsidenten besonders deutlich. Matthias Platzeck sieht das BIGS als eine Bereicherung für den Wissenschaftsstandort Potsdam. Platzeck unterstrich die Notwendigkeit einer „Sicherheitsforschung im Sinne einer offenen pluralistischen Gesellschaft“ und verwies auf die Kausalität „Sicherheit – Freiheit – Gerechtigkeit“.

Der Standort Potsdam in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg gewährleistet eine enge Anbindung des zentralen Themas Sicherheit an die Bundesregierung. Das machte der Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Herr Klaus-Dieter Fritsche deutlich, als er in seiner Grundsatzrede auf die technisch und organisatorisch übergreifenden Mechanismen bei der Verhütung und Abwehr von sicherheitskritischen Ereignissen abhob.

In der Podiumsdiskussion zur Notwendigkeit der gesellschaftlichen Forschung und Politikberatung zeigte Prof. Dr. Rudolf Schwarz die Chancen und Risiken moderner Technologien sowie deren Auswirkungen auf die Sicherheit der Gesellschaft auf. Dabei machte er deutlich, dass menschliches Verhalten (Human Factors) als Einflussgröße und Risikofaktor in technisch dominierten Projekten und Organisationen immer mit in Betracht gezogen werden müsse. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die hohe Kompetenz der IABG im Bereich der Sicherheitsforschung.

Für die IABG als einen der Gründungsgesellschafter des Instituts stellt das BIGS eine wichtige Säule für die Entwicklung von zivilen Sicherheitslösungen dar. Basierend auf unserem großen Erfahrungsschatz im militärischen Sektor wenden wir uns nun zusätzlich dem wachsenden Markt für Beratung, Lösungen und Systeme im Bereich der öffentlichen Sicherheit zu. Wir sehen hier gerade die strategisch wichtige Hauptstadtregion im Fokus und planen, unsere Präsenz dort noch auszubauen.

06.07.2010