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Raumsonde Rosetta erreicht ihr Ziel: IABG hat wesentlichen Anteil am Erfolg der Mission

Am Nachmittag des 12. November 2014 hat die Raumsonde „Rosetta“ das Landegerät „Philae“ plangemäß auf dem Kometen Churyumov-Gerasimenko abgesetzt. Die IABG hat zuvor in umfangreichen Tests den Boden für diese erfolgreiche Mission bereitet.

Es handelt sich um das bisher aufwändigste Forschungsprojekt der ESA mit Gesamtkosten von einer Milliarde Euro. Im Vorfeld wurden deshalb alle möglichen Vorkehrungen getroffen, um den Erfolg der Mission zu ermöglichen.

Von September bis November 2001 wurde Philae in dem von der ESA koordinierten Raumfahrt-Testzentrum der IABG gründlich auf seine Weltraumtauglichkeit geprüft. In diesem Zeitraum war ein internationales Team von Spezialisten bei der IABG tätig.
So wurden mit Vibrationstests die beim Start auftretenden Erschütterungen simuliert.

Die extremen Bedingungen im Weltraum stellen besonders hohe Anforderungen an das Material. In der Weltraumsimulationsanlage der IABG wurden deshalb Vakuum, Weltraumkälte und Sonneneinstrahlung nachgeahmt. Untersuchungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit gehörten ebenso zum Versuchsprogramm wie Ausklapptests der Landebeine im Vakuum bei verschiedenen Temperaturen.

Zum Testprogramm gehörte auch die Bestimmung der Masseeigenschaften. Dabei wurden Massen, Trägheitsmomente  und Schwerpunkt bestimmt. Schließlich wurde die ganze Landeeinheit  einer magnetischen Reinheits-messung unterzogen. Hier kam die europaweit einzigartige Magnetfeldsimulationsanlage der IABG zum Einsatz. In dieser Anlage kann die IABG magnetische Feldmessungen durchführen sowie das Erdmagnetfeld simulieren oder auch kompensieren.

Als bewährter Partner der Raumfahrtindustrie und mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung hat die IABG an zahlreichen Luft- und Raumfahrtprojekten erfolgreich mitgewirkt.
Gemeinsam mit ihrem französischen Partner hat das Unternehmen die ETS European Test Services in den Niederlanden gegründet. Mit diesem Schritt hat sich die IABG die Anlagenkapazität der ESA erschlossen, die es ihr ermöglicht, auch größte Raumfahrtstrukturen zu testen.

21.11.2014