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Röntgeninspektionssystem zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung erweitert das Leistungsspektrum des IABG-Materiallabors

Das Materiallabor der IABG hat in Ottobrunn ein neues Röntgeninspektionssystem (2D/CT) in Betrieb genommen, das branchenübergreifend für unterschiedlichste Werkstoffe zur Detektion von Fehlstellen, zum Abbilden innerer Strukturen und zur Charakterisierung von Werkstoffverbunden und Verbundwerkstoffen eingesetzt wird. Ein weiterer Aspekt ist das hochaufgelöste Messen von inneren und äußeren Strukturen und die Ableitung realer CAD-Datensätze, die in höher aggregierte Leistungen der Methodenentwicklung einfließen und ein "Reverse Engineering" ermöglichen. Im Bereich der Schadensanalysen führt der Einsatz der Röntgendurchstrahlung zu einer höheren Informationstiefe und ergänzt damit die klassischen Verfahren der Materialografie und der Fraktografie. Das bildgebende Verfahren ist eine effiziente Antwort auf viele Mess- und Prüfherausforderungen für verschiedene Branchen.

 

Mit einer Detailerkennbarkeit unter 1 µm, 5 Achsen und einem Projektionswinkel von 70° können Prüflinge bis 10 kg und einer Größe von maximal 680 x 635 x 170 mm durchstrahlt und dabei im 2D-Modus bis zu 2660-fach vergrößert werden. Die 3D-Modellierung ermöglicht vielfältige Auswertungen, wie z.B. das Quantifizieren von Fehlstellen, Darstellen von Geometrieabweichungen (Soll-Ist Vergleich) und das Vermessen in drei Raumrichtungen.

 

Neben der Volumenprüfung von Prüflingen aus Metallen, Gusswerkstoffen und Stählen findet die Untersuchung von Kunststoffen, Keramiken und Faserverbunden eine breite Anwendung. Die innere Struktur komplexer Bauteile wie Sensoren, Steckverbindungen und Mikrochips kann untersucht und bewertet werden. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die Untersuchung von Lebensmitteln, ebenfalls zur Darstellung ihrer inneren Struktur und zur Ermittlung des Porengehalts.

 

Technische Daten:

  • Mikrofokusröhre: 180 kV / 20 W
  • Nutzstrahlkegel: 180°
  • Max. Prüflingsabmessungen: 680 x 635 x 170 mm
  • Max. Prüflingsgewicht: 10 kg
  • Geometrische Vergrößerung: bis zu 1970-fach
  • Totale Vergrößerung: bis zu 2660-fach
  • Detailerkennbarkeit: < 1 μm
  • Anzahl der Achsen: 5
  • Projektionswinkel: 70°

 

 

16.10.2015