Befliegung
Befliegungen zur präzisen Erfassung von Objekten für Stadt-, Versiegelungs- und Grünflächen-Kataster sollten Bodenauflösungen von 5 – 10 cm erreichen. Bei der Erstellung von Stadtmodellen für den Mobilfunk oder für forstwirtschaftliche Erhebungen ist eine Bodenauflösung von 20 – 25 cm ausreichend.
Die klassische Luftbildbefliegung erfolgt im Multispektral-Modus, der durch das nahe Infrarot ergänzt wird - Voraussetzung für die Differenzierung von Vegetation Alternativ werden Befliegungen mit aktiven Sensoren durchgeführt, die vor allem bei der Bearbeitung vielschichtiger Themen ihren Einsatz erfahren, wie z.B. der Erkundung von Altlasten und mineralischen Zusammensetzungen der Oberfläche (HyMap) oder die Erstellung hochgenauer Oberflächenmodelle (LIDAR).
Bildanalyse
Der effiziente Einsatz komplexer Bildverarbeitungsalgorithmen auf hochauflösenden Geodaten großer Gebiete eröffnet mit zunehmender Leistungsfähigkeit der Rechentechnik neue Möglichkeiten. Das Geodaten-Team der IABG entwickelt auf Basis etablierter und innovativer Algorithmen neue Ansätze, bindet sie in ihre Prozessketten ein bzw. entwickelt neue Ansätze für ihre Kunden.
Datenkomprimierung
Trotz steigender Speicherkapazitäten spielt insbesondere die effiziente Nutzung vorhandener Speichermedien bei der Vorhaltung von Bilddaten eine wichtige Rolle. Der Geodaten-Service der IABG berät seine Kunden bei der Wahl von Datenformaten unter Berücksichtigung von Datenqualität und Zugriffszeit und führt gleichzeitig alle notwendigen Arbeitsschritte der Konvertierung und Komprimierung durch.
Datenvorprozessierung
Zu den vorbereitenden Schritten gehören die geometrische Korrektur der Daten, sodass alle involvierten Datenquellen einen identischen georäumlichen Bezug aufweisen. Für den Einsatz manueller Interpretation sowie automatisierter Klassifizierungsprozesse ist es wichtig, die Originaldaten radiometrisch aufzubereiten. Vorrangiges Ziel bei der Bildaufbereitung besteht in der Verbesserung der Bildqualität und Ableitung von Zusatzdaten, die die zu interpretierende Information bereits optimiert darstellt (Texturen, Indices, …).
Geodatenintegration
Oft ist es unseren Kunden wichtig, die Klassifikationsergebnisse in bestehende GIS-Systeme einzubinden und eine direkte Verknüpfung zu bestehenden Daten herzustellen. Anwendungsmöglichkeiten sind zahlreich, so lassen sich beispielsweise Satellitenbild- und Luftbilddaten bzw. Daten unterschiedlicher Sensoren (darunter LIDAR und Radar) kombiniert auswerten.
Geophysik
Für bestimmte Fragestellungen, wie etwa bei der Erkundung von Altlasten, setzen wir Verfahren der Fernerkundung ein. Aufgabenbezogene geophysikalische Sensoren (Magnetik, Elektromagnetik, Georadar), Radar und Laserscanner, digitale Stereokameras sowie Multi- oder Hyperspektral-Scanner kommen zum Einsatz.
Klassifizierung
Entsprechend ausgewählter Eigenschaften, wie Farbe, Form, Textur, Nachbarschaftsbeziehungen bzw. Beziehungen im Gelände/ zum Vektordatensatz werden allgemeingültige Klassenbeschreibungen entwickelt und die Objekte entsprechend zugewiesen.
Generalisierung. Sie bildet den abschließenden Prozess der Klassifizierung. Ähnlich der manuellen Interpretation können dabei in Abhängigkeit des direkten Bildumfeldes Mindestkartiermaße (Größe, Abstände, Nachbarschaften) realisiert werden.
LIDAR
Ein besonders wirtschaftliches Verfahren zur Erstellung von digitalen Geländemodellen ist der Einsatz der flugzeuggetragenen Laserscan-Technologie (LIDAR). Die Genauigkeit der Höhenmessung liegt unterhalb 10 cm.
Multi-Hyperspektralscanner
wie das System HyMap mit 128 Spektralkanälen liefern sehr differenzierte Informationen, zum Beispiel über die Geländeoberfläche, Geologie, Mineralgehalte im Boden, Wassereigenschaften und die Vegetation.
RADAR
Die Radartechnologie ermöglicht eine weitgehend witterungsunabhängige Datenaufnahme. So bilden flugzeug- und satellitengetragene Plattformen, wie E-SAR und TerraSAR-X, wellenlängenabhängig die physikalischen Eigenschaften der Oberfläche ab. Schwerpunkt liegt neben der bildgebenden Abtastung in der Interferometrie. Sie ist die Grundlage zur automatisierten Höhenmodellgenerierung im Meter-Bereich und zur topographischen Veränderungskartierung im Zentimeter-Bereich.
Reliefanalyse
Bewertungen und Klassifikationen des Geländes hinsichtlich Exposition, Sichtbarkeit, Neigung (Gefährdung), Abfluss (Gefährdung/Bodenfeuchte) in Kombination mit Bedeckung und Umland gehören zum Grundrepertoire des IABG Geodaten-Service und stellen den Ausgangspunkt weiterer vielschichtiger (Umwelt-) Modellierungen und Analysen dar.
Segmentierung
Rasterdaten werden entsprechend ihrer spektralen und kontextuellen Eigenschaften in Gruppen zusammengefasst. Je nach Anwendung können Geländemodelle und externe Vektordaten in die Segmentierung einbezogen werden. |