Seit Ende des Kalten Krieges müssen wir uns zunehmend auf Gefahren und Risiken einstellen, die nicht primär militärischer Natur sind. Spätestens seit dem 11. September 2001 ist klar, dass neue Sicherheitskonzepte erforderlich sind, welche den neuen Gefahren begegnen, die aus
- Terrorismus,
- organisierter Kriminalität,
- Naturkatastrophen aber auch aus
- systemimmanenten Risiken (z. B. Kernenergie, Internet)
entstehen oder entstehen können. Die Herausforderung besteht darin, für die gesamte Sicherheitskette von
- der Vorsorge und Prävention,
- der Vorbereitung von Sicherheitskräften und -organisationen
- der Reaktion auf Schadensereignisse und
- der Schadensbegrenzung und -behebung
neue, effiziente Lösungen zu finden und zu implementieren. Hierbei sind ganzheitliche Lösungsansätze gefragt, die sowohl die Organisation, Prozess- und Kooperationsabläufe, die Qualifikation von Einsatzpersonal und -stäben als auch deren technische Ausrüstung berücksichtigen.
Dass nationale Kompetenzen und Zuständigkeiten auf sehr viele Behörden und Organisationen auf kommunaler, Länder- und Bundesebene verteilt sind, erschwert die Aufgabe. Viele der erforderlichen Maßnahmen müssen im internationalen Verbund realisiert oder zumindest abgestimmt werden. Die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik hat deshalb bereits mit der Einrichtung neuer Sicherheitsorganisationen und –programme reagiert. Die innere und äußere Sicherheit sind nicht mehr klar voneinander abgrenzbar.
Für die neuen Sicherheitsaufgaben haben wir neue Wege der Bedarfsanalyse, Konzeptfindung, Realisierung von Maßnahmen und Einführungsstrategien beschritten: durch innovative methodische Ansätze und zunehmende Verwendung von Modellbildung & Simulation sowie integrierten Testbeds. |