IABG leistet Pionierarbeit bei der Durchführung von Cyber-Defence-Übungen

Im Auftrag der Europäischen Verteidigungsagentur (European Defence Agency – EDA) und in enger Kooperation mit dem österreichischen Bundesheer hat die IABG mbH vom 4. bis 8. Juni die CYBER PHALANX 2018 als Kombination aus Seminar und Übung in Salzburg durchgeführt.

Mit der zunehmenden Digitalisierung, die den Alltag vieler Menschen bestimmt, steigt gleichzeitig die Gefahr durch Cyber-Angriffe. Staatliche und nichtstaatliche Akteure versuchen, im Cyber-Raum Staaten, Wirtschaft und Gesellschaft zu destabilisieren. Militärische Einsätze sind Cyber-Bedrohungen besonders stark ausgesetzt.

Der verantwortliche Projektleiter der EDA, Ralf Fornefeld, sagt hierzu: „Aktuelle Angriffe aus dem Internet zeigen, dass heutzutage im Cyber-Raum sowohl räumliche als auch organisatorische Grenzen gefallen sind. Dieser Gefahr ist nur durch internationale zivil-militärische Zusammenarbeit zu begegnen.“

Streitkräfte reagieren auf solche neuen Bedrohungen und berücksichtigen diese in der Ausbildung ihrer Soldaten. Deshalb ist in den vergangenen Jahren der Bedarf nach Kursen und Übungsmöglichkeiten enorm gestiegen. Die IABG, seit Jahrzehnten erfahren in Konzeption, Durchführung und Analyse von Experimenten und Übungen, hat sich mit der Pilot-Übung CYBER PHALANX 2018 als Anbieter für Cyber-Defence-Übungen etabliert und international einen Namen gemacht.

Auf Grundlage des fiktiven Szenarios einer EU-Operation in Afrika war es die Aufgabe von Offizieren der operativen und strategischen Führungsebene, Cyber-Aspekte in die Planung militärischer Operationen zu integrieren. Die komplexe Lage im fiktiven Einsatzland RANUA mit internen und externen Akteuren bot den Übungsteilnehmern vielfältige Cyber-Herausforderungen und realistische Lernmöglichkeiten; so richtete beispielsweise ein Cyberangriff einen immensen Schaden an der Öl-Pipeline RANUAs an, einer der wichtigsten Einkommensquellen des Landes. Ein realistisches  Szenario, auf das sich sowohl zivile als auch militärische Stellen zunehmend vorbereiten müssen.

Insgesamt nahmen über 130 Soldaten aus 16 Nationen an der einwöchigen Veranstaltung teil und bereiteten sich in dieser Woche auf reale Einsätze vor. Deutschland war mit Offizieren aus verschiedenen Dienststellen, u.a. dem Kommando Cyber- und Informationsraum sowie der Führungsakademie der Bundeswehr, vertreten.

Im Verlauf der Übung konnten sich auch hochrangige Vertreter des österreichischen Bundesheeres ein Bild von der Übung machen, allen voran Generalleutnant Dr. Schmidseder, Leiter der Sektion Einsatz im Generalstab. Abschließendes Urteil der Anwesenden war, die CYBER PHALANX-Serie müsse auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden. Die IABG steht nicht nur für ähnliche nationale und internationale Vorhaben bereit, sondern bietet als vom BSI zertifizierter IT-Sicherheitsdienstleister auch ein breites Spektrum weiterer Cyber-relevanter Lösungen an, z. B. in ihrem Advanced Cyber Range Training Center.