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IABG beteiligt sich mit Team SAIC an NATO-Ausschreibung ALTBMD

Die IABG hat am 26.10.2005 im Rahmen einer Pressekonferenz in Brüssel ihre Beteiligung an einem Team unter Leitung der SAIC (Science Applications International Corporation) bekannt gegeben, das sich für Systemengineering- und Integrationsaufgaben (SE&I) im Rahmen des NATO-Programms für strategische Abfang- und Abwehrraketen im Gefechtsfeld (ALTBMD – Active Layered Theatre Ballistic Missile Defense) bewerben will. Die Ausschreibung ist für März 2006 vorgesehen.

Das Team besteht aus dem Konsortialführer SAIC (U.S.), den unabhängigen und neutralen Simulations- und Testunternehmen IABG (D), TNO (NL) und QinetiQ (GB) sowie EADS SPACE (FR), Raytheon (U.S.), Thales (F), Raytheon (U.S.) und ThalesRaytheonSystems. Alle Unternehmen dieses internationalen Konsortiums besitzen profunde Erfahrung im Bereich Architekturdefinition, Design, Entwicklung, Herstellung, Integration und Test von Raketenabwehrsystemen. Seine Mitglieder zeichnen sich für die Entwicklung und Herstellung der meisten gestaffelten Raketenabwehrsysteme und Sensoren weltweit sowie der BMC3-Basis, welche die NATO zu deren Integration einsetzen wird, verantwortlich. Die Mitglieder des Teams SAIC haben fast vier Jahre lang für zwei Machbarkeitsstudien zusammengearbeitet, um die Anforderungen einer NATO-Raketenabwehrarchitektur zu analysieren und so eine voll entwickelte Lösung zur Unterstützung der Integrationsbedürfnisse des Bündnisses anbieten zu können.

Der zukünftige Auftragnehmer des SE&I-Vertrages soll die NATO bei der Integration von nationalen und von NATO-Waffensystemen, Sensoren sowie Führungssystemen (BMC3 - Battle Management, Command, Control and Communications) in eine kohärente, effiziente Raketenabwehrarchitektur im Einsatzgebiet unterstützen. Dazu zählen primär Aufgaben in den Bereichen Architekturdefinition, Systemtechnik, Tests und Validierung sowie die Entwicklung und der Betrieb eines Integrationsprüfstandes („testbed“), mit dem die Architektureffizienz simulierter und realer Systeme festgestellt werden kann. 

„Als Mitglied des SAIC-Teams wird IABG der NATO ihre einzigartige Erfahrung im Bereich der strategischen Raketenabwehr zur Verfügung stellen. Des Weiteren bringt IABG ihr Know-how für Systemengineering, Simulation und Test ein, um die NATO bei dieser neuen Herausforderung zu unterstützen“, erklärte Thomas Dittler, Geschäftsführer der IABG. Die IABG hat in der Vergangenheit bereits erfolgreich an verschiedenen Übungen mitgewirkt, die ebenfalls auf eine Effektivitätssteigerung multinationaler Luftverteidigungsarchitekturen gegen eine Bedrohung durch taktische ballistische Raketen abzielten, wie etwa die US-niederländische Übung Joint Project Optic Windmill (JPOW) im April 2004.

10.11.2005