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IABG-Testhalle für die A400M am Flughafen Dresden

v.l.n.r.: Stanislaw Tillich (Minister-präsident des Freistaats Sachsen), Prof. Dr. Rudolf Schwarz (Geschäftsführer der IABG) und Helma Orosz (Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden)

v.l.n.r.: Helma Orosz (Oberbürger-meisterin der Landeshauptstadt Dresden), Stanislaw Tillich (Ministerpräsident des Freistaats Sachsen) und Prof. Dr. Rudolf Schwarz (Geschäftsführer der IABG)

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IABG weiht neue Testhalle für A400M ein

Die IABG hat am 28.10.2008 ihre neu errichtete Testhalle für die A400M am Flughafen Dresden offiziell eingeweiht.

Der Aufbau der Versuchsanlagen beginnt noch in diesem Jahr.

Zu diesem Zweck hat die IABG am Flughafen Dresden in unmittelbarer Nähe zu der Infrastruktur, in der seit 2005 der Gesamtzellen-Ermüdungsversuch am Großraumflugzeug Airbus A380 durchgeführt wird, eine Testhalle errichtet.

Ziel des Versuchs an der A400M ist die Untersuchung der Flugzeugstruktur in Bezug auf Materialermüdung, Lebensdauer, Schadenstoleranzverhalten sowie Restfestigkeit.

„Wir freuen uns, dass wir mit der Fertigstellung der neuen Halle nunmehr einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Aufnahme des Versuchsbetriebs an der A400M erreicht haben“, erklärte zu diesem Anlass Prof. Dr. Rudolf Schwarz, Geschäftsführer der IABG.

Wir nehmen dieses Ereignis zum Anlass für eine festliche Veranstaltung, die wir am heutigen 28. Oktober 2008 in der neuen A400M-Testhalle in Dresden ausrichten. Als Festredner dieser Veranstaltung, zu der wir zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft erwarten, konnten wir den Ministerpräsidenten des Freistaats Sachsen, Herrn Stanislaw Tillich gewinnen.

Die Abmessungen der neu errichteten Halle sind der Größe des Versuchsobjekts angepasst. Bei einer Grundfläche von ca.1.800 qm beträgt die Höhe 21 m. Insgesamt verfügt die Testhalle über Ankerschienen mit einer Gesamtlänge von über 1.000 m, die ca. 1 m tief im Betonboden verankert sind und die enormen Kräfte, die bei diesem Versuch wirken, aufnehmen können. Im Anbau sind die infrastrukturellen Anlagen wie Elektrik, Ölhydraulik und Pneumatik untergebracht.

Mit den Versuchen an der A400M findet eine langjährige, erfolgreiche Reihe von Ermüdungsversuchen im Bereich Luftfahrt ihre Fortsetzung: Beginnend mit dem Airbus A300 in den 1970er Jahren hat die IABG alle bisherigen Airbus-Typen auf ihr Lebensdauerverhalten getestet. In den Jahren 1998 bis 2003 hat die IABG in ihrer Dresdner Niederlassung den Gesamtzellen-Ermüdungsversuch am Airbus A340-600 durchgeführt. Ebenfalls in Dresden untersucht die IABG derzeit den Airbus A380 auf seine Ermüdungsfestigkeit.

Die Ermüdungstests an der A400M bedeuten eine weitere Stärkung des IABG-Kerngeschäftsfeldes Luftfahrt aber auch des Luftfahrtstandorts Sachsen.

„Für die IABG eröffnet sich mit diesem Auftrag die Chance, den Wechsel in der Flugzeug-Design-Philosophie von metallischen Strukturen zu CFK-Strukturen „on the job“ auch im Bereich der Qualifizierung zu begleiten“, so Prof. Dr. Rudolf Schwarz, Geschäftsführer der IABG. „Zur Gewährleistung der strukturellen Integrität zukünftiger Flugzeugstrukturen erforschen wir die nicht konventionellen Schadensmechanismen von CFK-Flugzeugstrukturen grundsätzlich und durchgängig, wir entwickeln werkstoffgerechte Testverfahren und wir treiben die Integration der Schadensdetektion und -überwachung in das Flugzeugsystem (Structural Health Monitoring) voran.“

29.10.2008