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Umfangreiches Testprogramm der Swarm-Flotte in den Testanlagen der IABG

Stefan Kupczyk, Matthias Spott, Albert Zaglauer, Evert Dudok, Eigil Friis-Christensen, Volker Liebig, Yvon Menard (v.l.n.r.)

Führung durch einen Reinraum des Raumfahrtzentrums der IABG

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Swarm Media Day bei der IABG: Satelliten-Trio im Fokus der Medien

Am Freitag, den 17. Februar 2012 öffnete das Raumfahrtzentrum der IABG in Ottobrunn seine Tore für Vertreter der nationalen und internationalen Presse und gewährte einen Blick auf die drei Satelliten der Swarm-Flotte, die in den Testanlagen der IABG einem umfangreichen Testprogramm unterzogen wurden. Zugleich war dies die letzte Gelegenheit, die Satelliten zu besichtigen, bevor sie verpackt und anschließend zum Raketenstartplatz Plesetsk in Russland verbracht werden, von wo sie ihre Reise ins All aufnehmen werden.

Im Rahmen dieser Informationsveranstaltung haben namhafte Vertreter der ESA, der Astrium GmbH und der IABG den Gästen alle Details rund um die Swarm-Satelliten, ihre Mission und die Testkampagne, die sie bei der IABG durchlaufen haben, erläutert. Höhepunkt des Programms war eine Führung durch einen Reinraum des Raumfahrtzentrums der IABG, wo die Satelliten besichtigt werden konnten. Dabei bestand für die Pressevertreter die Möglichkeit für Film- und Fotoaufnahmen. Darüber hinaus standen unsere Experten gerne für individuelle Interviews zur Verfügung.

Die IABG führte seit Mitte 2009 im Auftrag der Astrium GmbH, Friedrichshafen ein umfangreiches Qualifikationsprogramm für die ESA-Satellitenkonstellation Swarm durch.

Das Testprogramm umfasste Vibrations-, Akustik- und Schocktests, Tests zur elektromagnetischen Verträglichkeit, Thermalvakuumtests inklusive Sonnensimulation sowie die Bestimmung der Masseeigenschaften. Ein wichtiger Meilenstein der Qualifikation der Flugmodelle war die Untersuchung der magnetischen Eigenschaften in unserer in Europa einzigartigen Magnetfeldsimulationsanlage MFSA.

Die Satellitenflotte Swarm, ein Projekt der ESA im Rahmen des Living Planet Program, besteht aus drei baugleichen Satelliten, die mit hochpräzisen Forschungsinstrumenten ausgestattet sind. Ihre Aufgabe ist es, in einer Höhe von ca. 500 km über der Erdoberfläche hochauflösende Messungen des Erdmagnetfeldes durchzuführen. Die dabei gewonnenen qualitativ hochwertigen Daten gestatten eine genaue Modellierung des Magnetfeldes der Erde und tragen so zu einem besseren Verständnis der Prozesse im Erdkern sowie der Zusammensetzung der Erdkruste bei.

17.02.2012