Fehler im Handling, Defekte oder Unfallszenarien können HV- und NV-Batteriespeichersysteme in kritische Zustände überführen. Insbesondere bei hohen Energieinhalten und großen Systemdimensionen sind gezielte Sicherheits- und Missbrauchstests erforderlich, um das Verhalten unter Extrembedingungen zu verstehen und zu bewerten. In unserem nach DIN 17025 akkreditierten Kompetenzzentrum für Missbrauchstests (Abuse Testing) und Sicherheitstests (Safety Testing) in Lichtenau führen wir entsprechende Tests an Batteriesystemen durch – auch über die üblichen Belastungsgrenzen und Normen hinaus.
Missbrauchstests (engl. Abuse Tests) bezeichnen Prüfverfahren, bei denen Batteriesysteme gezielt Belastungen ausgesetzt werden, die außerhalb der vorgesehenen Betriebsbedingungen liegen. Dazu zählen beispielsweise mechanische Beschädigungen, thermische Überlastung oder elektrische Fehlzustände.
Im Kontext von Lithium-Ionen-Batterien wird untersucht, wie das System auf solche Extrembedingungen reagiert und ob es zu kritischen Ereignissen wie Thermal Runaway, Brand oder strukturellem Versagen kommt. Neben der Auslösung solcher Effekte steht insbesondere deren Ausbreitung innerhalb des Systems im Fokus (z. B. Thermal Propagation).
Im Unterschied zu normbasierten Prüfungen, die definierte Mindestanforderungen abdecken, zielen Missbrauchstests darauf ab, das Systemverhalten unter realistischen Fehlerszenarien zu verstehen und potenzielle Risiken über die regulatorischen Anforderungen hinaus zu bewerten.
Ziel ist es, das Verhalten bei Fehlanwendungen, Defekten oder externen Einwirkungen nachvollziehbar zu machen und sicherheitskritische Reaktionen zu analysieren. Im Kontext von Batterisystemen umfassen Missbrauchstests insbesondere:
Dabei wird analysiert, ob und wie es zu kritischen Ereignissen wie Thermal Runaway, Brand oder Explosion kommt und wie sich diese innerhalb des Batteriesystems ausbreiten.
Im Unterschied zu normbasierten Prüfungen, die definierte Mindestanforderungen abdecken, zielen Missbrauchstests darauf ab, das Systemverhalten unter realistischen Extrembedingungen zu verstehen und potenzielle Risiken über die regulatorischen Anforderungen hinaus zu bewerten.
Unsere Tests umfassen sowohl zulassungsrelevante Prüfungen als auch entwicklungsbegleitende Untersuchungen. Dazu gehören insbesondere Prüfungen gemäß internationalen Regelwerken wie der ECE R100, die für die Typgenehmigung von Traktionsbatterien in Elektrofahrzeugen maßgeblich ist, sowie entsprechenden GB- bzw. GB/T-Standards. Diese Normen definieren eine Vielzahl mechanischer, thermischer und elektrischer Tests, die Batteriesysteme bestehen müssen, um ihre Sicherheit im Fahrzeugbetrieb nachzuweisen .
Gleichzeitig gehen unsere Untersuchungen bewusst über diese standardisierten Anforderungen hinaus: Wir entwickeln und realisieren kundenspezifische Testszenarien, die reale Fehlzustände und anwendungsspezifische Belastungen abbilden – insbesondere in Bereichen, in denen noch keine oder nur unvollständige Normen existieren . Dadurch lassen sich sicherheitskritische Effekte frühzeitig identifizieren und bewerten, die durch reine Normprüfungen häufig nicht vollständig abgedeckt werden.
Sicherheits- und Missbrauchstests sind für alle Unternehmen relevant, die Batteriesysteme entwickeln, integrieren oder einsetzen. Dazu zählen insbesondere Hersteller von Fahrzeugen und Batteriesystemen, Zulieferer im Automotive-Bereich sowie Unternehmen aus Branchen wie Aerospace, Nutzfahrzeuge oder industrielle Anwendungen.
Darüber hinaus gewinnen solche Tests insbesondere in Anwendungsfeldern an Bedeutung, in denen noch keine vollständig etablierten Normen existieren oder spezifische Einsatzbedingungen berücksichtigt werden müssen. In diesen Fällen dienen Missbrauchstests dazu, sicherheitskritische Risiken frühzeitig zu identifizieren, das Systemverhalten zu validieren und belastbare Grundlagen für Designentscheidungen und Zulassungsprozesse zu schaffen.
Wir prüfen Batteriesysteme auch bei hohen Energieinhalten und großen Baugrößen. Damit ermöglichen wir Untersuchungen unter Bedingungen, die über typische Standardprüfungen hinausgehen und besondere Anforderungen an Infrastruktur und Sicherheit stellen.
Wir unterstützen Sie während des gesamten Entwicklungsprozesses mit zulassungsrelevanten und entwicklungsbegleitenden Tests. Dazu zählen standardisierte Prüfungen gemäß ECE R100, KMVSS und relevanten GB-Standards, aber auch kundenspezifische Sicherheits- und Missbrauchstests. Unser Leistungsspektrum umfasst:
Neben standardisierten Tests entwickeln und realisieren wir auftrags- und prüflingsbezogene Sonderaufbauten und Prüfstände, um spezifische Fragestellungen realitätsnah abzubilden. Dazu gehören auch Untersuchungen an Batteriesystemen für Nutzfahrzeuge sowie Tests auf Gesamtfahrzeugebene.
Wir adressieren insbesondere Anwendungen, in denen der Einsatz elektrischer Energiespeicher noch wenig standardisiert ist. Dabei profitieren unsere Kunden von unserer langjährigen Erfahrung im Special Testing – auch in sicherheitskritischen Branchen wie Defence und Aerospace.
Unser Portfolio umfasst alle relevanten Vor- und Nachbereitungstätigkeiten rund um die Prüfung von HV- und NV-Batteriesystemen. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir das passende Test-Setup für Ihren spezifischen Anwendungsfall.
Als One-Stop-Shop übernehmen wir den Prüfstandsbau, die Instrumentierung der Batterien sowie die fachgerechte Entsorgung nach Abschluss der Tests.
Durch akkreditierte Prüfprozesse und unsere TISAX-Zertifizierung gewährleisten wir ein hohes Maß an Datenintegrität, Vertraulichkeit und Nachvollziehbarkeit. Ergänzend führen wir detaillierte Befundungen, Post-Mortem-Analysen und Risikobewertungen durch, die unmittelbar nutzbare Erkenntnisse für Designoptimierungen und Sicherheitsnachweise liefern.
Wir beraten zu Aspekten der Batteriesicherheit und tragen aktiv in Forschungsvorhaben, Arbeitsgruppen und auf Konferenzen bei.

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