Steigendes Notruf- und Einsatzaufkommen trifft in vielen Leitstellen auf begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen. Gleichzeitig müssen sie auch bei hoher Auslastung schnell und zuverlässig reagieren und steigende Anforderungen an Verfügbarkeit, Resilienz und Informationssicherheit erfüllen. Die zunehmende Vernetzung unterschiedlicher Akteure sowie neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Cloud-Lösungen und Echtzeitlagebilder eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, erhöhen aber auch die Anforderungen an Interoperabilität, sichere IT-Architekturen und qualifiziertes Personal.
Leitstellen unterscheiden sich je nach Einsatzbereich in ihren Aufgaben und Anforderungen. Eine leistungsfähige Leitstelle entsteht nur, wenn Prozesse, Menschen und Technik gemeinsam betrachtet werden. Deshalb analysieren wir zunächst die fachlichen Abläufe und organisatorischen Anforderungen. Darauf aufbauend entwickeln wir eine Systemarchitektur, die optimal auf Ihre Aufgaben und Sicherheitsanforderungen sowie auf zukünftige Anforderungen abgestimmt ist.
In Krisen- und Gefahrenlagen nehmen Lagezentren eine zenrtale Rolle ein. Sie schaffen ein belastbares Lagebild, unterstützen die Koordination unterschiedlicher Organisationen und sichern die Handlungsfähigkeit von Behörden, Unternehmen und Betreibern kritischer Infrastrukturen. Deshalb betrachten wir Lagezentren nicht isoliert, sondern als wesentlichen Bestandteil resilienter Sicherheits-, Führungs- und Koordinierungsstrukturen.
Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für den Betrieb moderner Leitstellen. Voraussetzung dafür sind jedoch eine belastbare Datenbasis, geeignete Schnittstellen, eine sichere Systemarchitektur sowie die Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen wie des EU AI Acts.
Wir unterstützen Sie dabei, technische, organisatorische und regulatorische Anforderungen frühzeitig zu berücksichtigen und KI-Lösungen sicher und praxistauglich umzusetzen.
Darüber hinaus bieten wir KI-gestützte Prognosemodelle an, die auf Basis ihrer historischen und aktuellen Daten das zu erwartende Notruf- und Einsatzaufkommen prognostizieren. So können der tatsächliche Personalbedarf sowie die regional erforderlichen Einsatzmittel vorausschauend geplant werden. Dies unterstützt Disponenten dabei, Einsatzlagen frühzeitig zu erkennen, Ressourcen bedarfsgerecht bereitzustellen und die Effizienz des Leitstellenbetriebs zu erhöhen.
Moderne Leitstellen sind keine statischen Systeme. Neue regulatorische Anforderungen, technische Entwicklungen und veränderte Einsatzlagen erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Prozessen, Datenmodellen und IT-Architekturen. Deshalb begleiten wir unsere Kunden nicht nur bei der Einführung neuer Technologien, sondern über den gesamten Lebenszyklus ihrer Leitstellen.
Ein wesentlicher Bestandteil unseres Vorgehens ist ein kontinuierlicher Technologieradar. Damit bewerten wir neue Technologien und regulatorische Entwicklungen hinsichtlich ihres Nutzens, ihrer Reife und ihrer Integrationsfähigkeit. So schaffen wir die Grundlage, Innovationen frühzeitig bei der Planung von (neuen) Leitstellen zu berücksichtigen sowie die Raumgestaltung und die personeller Aufstellung zukunftssicher zu planen.
Mit Modellbasiertem Systems Engineering (MBSE) schaffen wir eine konsistente Grundlage für Planung, Entwicklung und Weiterentwicklung. Anforderungen, Funktionen, Schnittstellen und Abhängigkeiten werden in einem gemeinsamen Systemmodell zusammengeführt und über den gesamten Lebenszyklus nachvollziehbar dokumentiert.


(2026)

Anforderungen an resiliente Leitstellen
Dr. Stephan Gottwald / Konrad Rosmus
(05/2026)

Interview mit Thorsten Hansler
erschienen im Blaulicht Magazin
(03/2026)

M. Martins / Dr. S. Gottwald / Dr. T. Witt / Ch. Weixler
erschienen in PVT 2/2025
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