Vegetationsmanagement
Vegetation entlang von Bahnstrecken muss regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden, um Risiken für den Bahnbetrieb frühzeitig zu erkennen. Die DB-Richtlinie 882 definiert hierfür unter anderem Anforderungen an Rückschnitts- und Stabilisierungszonen. Vor-Ort-Kontrollen durch Fachpersonal sind jedoch zeit- und kostenintensiv.
Der von uns entwickelte Demonstrator bildet den Prozess von der Bestands- und Zustandserfassung über die Wachstumsprognose bis zur bedarfsgerechten Planung von Kontrollen und Maßnahmen ab. Dafür lassen sich multispektrale und LiDAR-Daten von Zügen, Drohnen oder Flugzeugen sowie Satellitendaten nutzen. KI-gestützte Verfahren analysieren die Daten und ermöglichen es, einzelne Bäume zu erfassen, Totholz zu erkennen sowie Höhe und Abstand zum Gleis zu bestimmen.
In Verbindung mit Wachstumsmodellen lässt sich abschätzen, wann ein kritischer Zustand erreicht werden könnte. Dadurch können Kontrollintervalle und Pflegemaßnahmen stärker am tatsächlichen Risiko ausgerichtet und unnötige Vor-Ort-Kontrollen reduziert werden.
Ergänzend wurde untersucht, wie sich freizuhaltende Sichtflächen an technisch nicht gesicherten Bahnübergängen automatisiert bestimmen und hinsichtlich kritischer Vegetation bewerten lassen.



