Projektträger Bayerisches Luft- und Raumfahrtprogramm

Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen – Förderung beantragen

Der Freistaat Bayern gehört weltweit zu den traditionsreichsten und bedeutendsten Luft- und Raumfahrtstandorten. 
Im Bereich Raumfahrt fördert die Bayerische Staatsregierung im Rahmen der Strategie der Hightech Agenda Plus Bayern Verbundvorhaben in der Förderlinie „Mobilität“. Die Förderung erfolgt gemäß den Richtlinien des Bayerischen Verbundforschungsprogrammes des StMWi (BayVFP).

Raumfahrt ist ein industrieller Schlüsselbereich und tragender Bestandteil einer modernen Gesellschaft. Als Innovationstreiber, dessen Daten, Dienste und Technologien bereits heute branchenübergreifend Anwendung finden und konkrete Herausforderungen des Alltags lösen (z. B. Navigation, Erdbeobachtung, Kommunikation), steigert die Raumfahrt in erheblichem Maße die Wachstums- und Wettbewerbschancen des Industriestandorts Bayern. Zeitgleich ist Raumfahrt die technologische Vorbedingung zahlreicher künftiger Geschäftsmodelle. Davon werden auch zunehmend Branchen profitieren, die zunächst nicht zwangsläufig mit Raumfahrt assoziiert werden.

Im Fokus der Förderung stehen die folgenden Themenbereiche: 

  • Satellitentechnologie (Raumfahrttechnik)
    • Technologische Vorentwicklungen auf Gesamtsystem- und/oder Komponenten- und Subsystemebene für klassische Satelliten
    • Entwicklung von Klein- und Kleinstsatelliten (Minisatelliten/ CubeSats / Nanosatelliten)
    • Quantensichere Satellitenkommunikation
    • Intelligente und autonome Lösungen (z.B. selbstständige Kollisionsvermeidung)
  • Neue Trägersysteme (insb. Mini-Launcher)
    • Entwicklung neuer oder optimierter Materialien und Fertigungsverfahren für Strukturen, Tanks und Antrieb
    • Optimierung der Antriebstechnologien
    • Aspekte der Wiederverwendbarkeit (z.B. Wiederlandefähigkeit von Raketenstufen, Fallschirmsysteme) und Nachhaltigkeit
    • Neue Treibstoffe
    • Flugbahnkontrolle und -optimierung
    • Systemintegration
    • Boden- und Flugtests
  • Raumfahrtanwendungen und Services
    • Nutzung der Weltraumtechnik für terrestrische Applikationen in den Bereichen der Satellitennavigation, Erderkundung und Telekommunikation, Formationen, Konstellationen und kooperierende Schwärme
    • Einsatz innovativer Sensoren bzw. Kameras
    • Nutzung von Weltraumdaten für zukunftsträchtige Technologien und Applikationen der Raumfahrt unterschiedlichster Anwendungsgebiete, wie beispielsweise in der Land- und Forstwirtschaft, zum Klimaschutz, Naturkatastrophen, in der Industrie und der Medizin
  • Sicherheit und Nachhaltigkeit
    • Weltraummüllvermeidung und -beseitigung
    • Deorbiting und Gefahrenabwehr aus dem Weltall
  • Weltraumvernetzung und Konnektivität
    • Sichere und hochverfügbare Konnektivität, u.a. durch Nutzung der Quantentechnologie im Bereich der Satellitenkommunikation
  • Exploration
    • Beteiligung an einer internationalen Explorationsmission zu Mond und Mars.


Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Zunächst ist ein Projektvorschlag in einem Skizzenverfahren einzureichen. Sollte der eingereichte Projektvorschlag in die engere Wahl kommen, erfolgt die Aufforderung, einen vollständigen Antrag einzureichen.

Stichtag zur Skizzeneinreichung war der 19.05.2021 um 12:00 Uhr.

Alle eingereichten Skizzen wurden in einem Gutachterverfahren evaluiert. Die Antragsteller aller Skizzen werden individuell über die Förderfähigkeit ihres eingereichten Projektvorschlags informiert und gegebenenfalls zur Einreichung eines Vollantrags aufgefordert.

Anträge sind bis zum Stichtag 25.08.2021 um 12:00 Uhr (Ausschlussfrist) rechtzeitig und vollständig einzureichen.

Die in dem "Merkblatt zum Antragsverfahren" genannten Vorgaben sind einzuhalten sowie die dort genannten Unterlagen beizufügen.