Projektträger Bayerisches Luft- und Raumfahrtprogramm

Förderprogramm Air Mobility

Air Mobility, ein neuer Weg der Fortbewegung – Die Mobilität von Gütern und Passagieren der Zukunft erschließt die Dritte Dimension und ermöglicht neue Verbindungen!

Die Entwicklung von Air Mobility Transportlösungen stellt längst keine Vision mehr dar, sondern hat als zukünftiges Mobilitätskonzept das Potenzial, auch den ländlichen Raum direkt anzubinden und völlig neue Versorgungskonzepte und Geschäftsideen zu ermöglichen. Dabei gilt es, Air Mobility Transport-Lösungen zu entwickeln und in das bestehende Transportsystem zu integrieren.
Die Implementierung der Systeme in das bereits bestehende Transportsystem erfordert zudem eine fortlaufende Ergänzung und Weiterentwicklung, die vorangetrieben werden soll, wobei Aspekte wie Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit nicht außer Acht zu lassen sind.

Mit der Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie können bestehende Netzwerkaktivitäten gestärkt werden und vor allem kleine und mittlere Unternehmen für den Sektor Air Mobility sensibilisiert werden.

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Der Freistaat Bayern gehört weltweit zu den traditionsreichsten und bedeutendsten Luft- und Raumfahrtstandorten.

Im Bereich Luftfahrt fördert die Bayerische Staatsregierung Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben (FuEuI) grundsätzlich im Handlungsfeld „Erforschung und Entwicklung neuartiger, ziviler, fliegender Verkehrssysteme in den urbanen und regionalen Verkehr zum Güter- und Personentransport“.

Im Fokus der Förderung stehen die folgenden Ziele des LuFo VI der Bundesregierung:

„Umweltfreundliche Luftfahrt“

Die Zukunftsfähigkeit der Luftfahrt hängt maßgeblich von ihrer Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung ab. Deswegen sind innovative Technologien zur Reduzierung von Lärm und Schadstoffemissionen (Dekarbonisierung) und zur Steigerung der Energieeffizient nötig. Dabei müssen die Umweltauswirkungen nach dem Prinzip Ökobilanz über den gesamten Produktlebenszyklus bewertet werden. Lärm, Emissionen und Ressourcenverbrauch – auch während der Fertigungs-, Instandhaltungs- und Entsorgungsprozesse – werden deshalb in die Betrachtung einbezogen, um dem Ziel eines emissionsneutralen Luftfahrtsystems näher zu kommen. Als Leitlinien für ein umweltfreundliches Luftfahrtsystem werden die im europäischen Strategiedokument „Flightpath 2050“ formulierten Umweltschutzziele zugrunde gelegt, darunter eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 75%, eine Reduzierung der NOx-Emissionen um 90% und eine Reduzierung des wahrgenommenen Lärms um 65% bis 2050.

„Sichere und passagierfreundliche Luftfahrt“

Die Sicherheit und Gesundheit von Passagieren, Besatzungen und Dritten ist in der Luftfahrt ein entscheidender Faktor, bei dem keine Kompromisse gemacht werden können. Das bereits hohe Sicherheitsniveau der Luftfahrt muss durch die ganzheitliche Betrachtung des Lufttransportsystems mit allen relevanten Komponenten und Beteiligten weiter abgesichert und verbessert werden. Insbesondere muss die sichere und effiziente Einbindung unbemannter Luftfahrzeuge in das Lufttransportsystem bewerkstelligt werden. Die Weiterentwicklung effizienter Zulassungsverfahren leistet hierzu einen entscheidenden Beitrag. Die EASA hat diesbezüglich als Strategiedokument ihre Agency Research Agenda veröffentlicht. Gleichzeitig haben die Passagiere besonders hohe Anforderungen an Zuverlässigkeit und Komfort der Luftfahrt von morgen. Das Luftfahrtsystem ist stärker an den Bedürfnissen der Passagiere auszurichten.

„Gesamtsystemfähigkeit“

Für den langfristigen Erhalt der deutschen Luftfahrtindustrie ist Gesamtsystemfähigkeit ein zentraler Faktor. Grundsätzlich ist es wichtig, dass eigenständige Forschungs- und Entwicklungskompetenzen für das fachübergreifende Verständnis und die Gestaltungsfähigkeit von Luftfahrzeugen und ihren Komponenten auf Gesamtsystemebene vorhanden sind. Projektbezogen können verschiedene Ausprägungen der Gesamtsystemfähigkeit unterschieden werden. Diese schließen die Gestaltung, Fertigung und Instandsetzung sowie das Verständnis vollständiger Luftfahrzeuge, Antriebe und Subsysteme ein. Weiterhin ist die Fähigkeit, wesentliche Vorgaben, Schnittstellen und Design-Parameter zu bestimmen und das Verständnis der (technischen und kostenmäßigen) Wechselwirkungen zwischen einzelnen Systemen und dem ganzen Luftfahrzeug zu erhalten, von essentieller Bedeutung. Trends im Luftfahrzeugbau, wie beispielsweise (more) electric aircraft und die Integration der Systeme in das Gesamtsystem, sind dabei zu berücksichtigen. Diese vier förderpolitischen Ziele führen zu einer nachhaltigen Stärkung und Erweiterung der bereits in der deutschen Luftfahrtindustrie vorhandenen Kernkompetenzen. Damit soll es gelingen, die Wertschöpfungsanteile der deutschen Luftfahrtindustrie an laufenden und künftigen Programmen zu vergrößern.

Mit der Fördermaßnahme werden im Schwerpunkt die LuFo-Fachdisziplinen „Leistungsfähige, sichere und energieeffiziente Systeme“, „Leise und effiziente Antriebe“ und „Sichere, effiziente und umweltverträgliche Luftfahrtprozesse, Flugführung und Flugsicherung“ adressiert.


Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Zunächst ist ein Projektvorschlag in einem Skizzenverfahren einzureichen. Sollte der eingereichte Projektvorschlag in die engere Wahl kommen, erfolgt die Aufforderung, einen vollständigen Antrag einzureichen.

Stichtag zur Skizzeneinreichung war der 01.06.2021 um 12:00 Uhr.

Alle eingereichten Skizzen wurden in einem Gutachterverfahren evaluiert. Die Antragsteller aller Skizzen werden individuell über die Förderfähigkeit ihres eingereichten Projektvorschlags informiert und gegebenenfalls zur Einreichung eines Vollantrags aufgefordert.

Anträge sind bis zum Stichtag 25.08.2021 um 12:00 Uhr (Ausschlussfrist) rechtzeitig und vollständig einzureichen.

Die in dem "Merkblatt zum Antragsverfahren" genannten Vorgaben sind einzuhalten sowie die dort genannten Unterlagen beizufügen.