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Sozioinformatik: Mit Digitalisierung Wirtschaft und Gesellschaft weiterentwickeln

Sozioinformatik nutzt Methoden und Erkenntnisse sowohl der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften als auch der Informatik.

Sozioinformatik nutzt Methoden und Erkenntnisse sowohl der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften als auch der Informatik. Aus der Interaktion von sozialen Gruppen und Softwaresystemen wird ein Mehrwert für Unternehmen, Organisationen und Gesellschaft erzeugt.

Rob Kling von der Universität Indiana definierte 1999 Social Informatics als „the interdisciplinary study of the design, uses and consequences of information technologies that takes into account their interaction with institutional and cultural contexts“.

Was haben Informatik, Soziologie und Psychologie miteinander zu tun? Auf den ersten Blick wenig.  Tatsächlich hat sich das private und berufliche Umfeld in den letzten Jahrzehnten grundlegend durch die Informationstechnologie verändert, seien es die Kommunikationsmöglichkeiten durch Social Media, seien es IT-plattformbasierte Geschäftsmodelle. Die meisten privaten und geschäftlichen Interaktionen sind IT-basiert.

Software ist nicht isoliert, sie ist Teil eines umfassenden Netzwerks, in dem sich Menschen und Organisationen bewegen. Dies hat wirtschaftliche, rechtliche, sozial-psychologische und ethische Folgen und Fragen. IT-Systeme müssen im Gesamtkontext „MOT“ - Mensch-Organisation-Technik - gesehen, entwickelt und betrieben werden.

Sozioinformatik thematisiert die spezifischen informationstechnischen Aspekte sogenannter soziotechnischer Systeme (Ropohl 2009).Das sind Systeme, bestehend aus Menschen und mit ihnen verknüpfte Technologien, die gemeinsam in strukturierter Weise Aufgaben bearbeiten und bestimmte Ergebnisse, Effekte bzw. Ziele anstreben.

Der Fachbereich Informatik der  TU Kaiserlautern bietet Sozioinformatik im Bachelor- und Masterstudiengang an.